Neuroproducts (Teil 1): Coke Zero

•Mai 14, 2011 • 1 Kommentar

Mit diesem aus meiner Sicht schönen Beispiel zielgruppengerechter Positionierung und guter Umsetzung einiger interessanter Aspekte möchte ich die Reihe: „Neuroscience meets product development“ hier beginnen.

Dafür möchte ich in dieser Reihe versuchen die verschiedenen Aspekte eines Produktes untersuchen und die Auswirkungen dieser Aspekte für die Positionierung erläutern. Dazu werde ich einige Aspekte stellvertretend herausgreifen, die aus meiner Sicht immer von großer Bedeutung für die Positionierung sind.

Diese Aspekte sind:

  • Farbgestaltung und Design
  • Wording

Je nach Produktgruppe oder Produktart werden neue Aspekte hinzugefügt. In diesem Fall werde ich außerdem noch den Aspekt der Kommunikation im Allgemeinen berücksichtigen (Solltet ihr noch weitere gute Ideen für Aspekte haben, die aus eurer Sicht wichtig sind, könnt ihr mir diese gerne mitteilen.).

Um systematisch vorzugehen, werde ich ein Belohnungsprofil heranziehen, das von Scheier/Held schon genutzt wurde (Scheier/Held, Was Marken erfolgreich macht (2007)).

Farbgestaltung:

Die Farbgestaltung konzentriert sich auf die Signalfarben Schwarz, Weiß und die typische „Coca Cola“-Farbe Rot.

Diese Farben bringen in Verbindung mit den klaren Linien ein starkes Bild zum Ausdruck, das eine eindeutige Positionierung ermöglicht.

Wording:

„Echter Geschmack und ZERO Zucker“. Zusammen mit der Farbgestaltung ergibt sich daraus eine klare Positionierung, die auf ein eindeutiges Belohnungsprofil hindeutet.

Kommunikation:

In diesem kleinen Werbespot von Coke Zero kommt die gesamte Essenz dieser Produktmarke nochmals klar zum Ausdruck.

Wenn man sich abschließend das Belohnungsprofil des Produktes anschaut ist klar zu erkennen, worauf hier der Fokus gelegt wurde und welche Zielgruppen angesprochen werden sollen bzw. wer mit dieser Marke nicht angesprochen werden soll.

Aus meiner Sicht versucht Coca Cola mit ihrer Marke Coke Zero ganz klar die Motive Abenteuer, Erregung und Autonomie anzusprechen. Damit wird schon klar, wer die angedachte Zielgruppe dieses Produktes ist: Männer.

Somit hat es Coca Cola in den letzten Jahren, seit Einführung von Coke Zero, geschafft eine zuckerfreie Limonade auf dem Markt zu etablieren, die sich klar von dem Diät-für-Frauen Image abgrenzt.

Dies war nun der erste Teil aus der „Neuroproducts“ Reihe, die in der nächsten Zeit deutlich ausgeweitet werden soll und mit weiterem, detaillierterem Inhalt gefüttert werden wird.

Neuroscience meets products

•Dezember 19, 2010 • Schreibe einen Kommentar

Zunächst vielen Dank für die bisherige Treue auf meinem Blog <Neuroscience meets marketing>. Denn meine Leserzahlen sind in den letzten Monaten und mittlerweile kann ich sogar schon sagen Jahren stetig gestiegen, wofür ich mich unbedingt bedanken möchte.

Ich hoffe ihr werdet auch weiterhin viel Spaß beim lesen haben. In diesem Blog habe ich mich ja vor allem um die Zusammenhänge zwischen Hirnforschung, Neurowissenschaften und Marketing bzw. anderen ökonomischen Zusammenhängen beschäftigt.

In diesem Teil möchte ich mich jetzt konkreter um einzelne Produkte und deren Umsetzung kümmern. Das heißt wie werden bestimmte Produkte am Markt platziert und wohin führt die Positionierung aus Sicht des Neuromarketing?

Ich denke dies ist eine interessante Erweiterung meines Blogs, die die Themen etwas praxisorientierter aufgreift.

Gerne könnt ihr mir hier jederzeit eure Ideen für Produkte, die ihr gerne beleuchtet sehen würdet als Kommentar zukommen lassen.

Bis dahin weiterhin Viel Spaß beim Lesen und eine schöne Vorweihnachtszeit.